„Mein Vater? Ich habe nur einen Erzeuger“, sagte die Frau im Lebensthemen-Coaching.

Shownotes

Die Vaterwunde bei Mädchen.

Nichts über den eigenen Vater zu wissen, hinterlässt immer eine tiefe Wunde in Menschen. Denn emotional betrachtet, dient das Wissen, von wem wir abstammen, als sichtbarer „Beweis“ unserer Existenz.

Kennt man den eigenen Vater nicht, stellt das gefühlsmäßig fast immer die eigene Existenzberechtigung infrage. Sein Nichtvorhandensein und die gefühlte Ablehnung münden leicht in die Überzeugung, nichts wert zu sein. Nicht dazuzugehören zu den anderen Frauen oder Mädchen, weil einem etwas Entscheidendes fehlt.

Der Verlust des Vaters kann viele Ursachen haben:

  • In meiner Generation und der davor war oft der Krieg die Ursache. Väter kamen nicht mehr nach Hause, weil sie gefallen waren. Oder kehrten traumatisiert aus dem Krieg zurück und fanden sich nicht mehr zurecht.
  • Heute verlieren Kinder ihre Väter meist durch Scheidung oder Trennung. Entweder weil der Vater das Interesse an seinem Kind verliert oder weil die Mutter es ihrem Ex-Mann heimzahlen will und das Umgangsrecht erschwert oder verweigert.
  • Noch häufiger weil Väter mehr mit ihrem Beruf verheiratet sind als mit ihrer Partnerin. zwar körperlich anwesend aber geistig und emotional weit weg.
  • Oder Väter, die aus eigener Vaterlosigkeit keine emotionale Bindung zu ihren Kindern aufbauen können.
  • Ein Spezialfall sind Kuckuckskinder. Hier ist der Vater nicht der biologischer Vater des Kindes, weil die Mutter es mit einem anderen Mann zeugte und das Kind und seinen sozialen Vater im Glauben ließ, miteinander blutsverwandt zu sein.

Das Kind fragt sich in bangen Stunden, was es hier soll, wenn sich selbst der eigene Vater so früh schon abgewendet hat.

Dieser Schmerz ist so groß, dass man ihn verdrängen oder kompensieren muss. Möglicherweise durch eine Essstörung, durch strenge Leistungsorientierung, durch Abwertung alles Männlichen.

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