„Ich sage lieber gar nichts, als das Falsche."

Shownotes

„Ich weiß, dass meine Idee gut ist. Aber ich sage sie trotzdem nicht."

Diesen Satz höre ich in meinen Coachings häufiger, als man denkt. Von Teamleitern, Abteilungsleiterinnen, Projektmanagern. Von Menschen, die fachlich brillant sind – aber im Meeting verstummen.

Der Grund hat einen Namen: FOPO – Fear of People's Opinion. Die permanente Angst davor, was andere über einen denken.

In meiner neuen Podcast-Folge spreche ich darüber: → Warum FOPO fast nie mit dem Job zu tun hat → Welche drei Wurzeln dahinterstecken → Was im Nervensystem passiert, wenn der Chef schweigt → Und warum „Denk einfach nicht so viel darüber nach" nie funktioniert

Kennen Sie das – eine gute Idee haben und sie trotzdem nicht aussprechen?

Die ganze Folge können Sie hier nachlesen …

Haben Sie auch ein persönliches Problem, das Sie bisher nicht lösen konnten?

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Danke.

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zu einem weiteren Podcast.

00:00:03: Mein Name ist Roland Kopfwichmann, ich bin Diplompsychologe und Online-Coach mit über vierzig Jahren Erfahrung.

00:00:11: Das Thema heute?

00:00:14: Ich sage lieber gar nichts als das falsche.

00:00:19: FOPO ein drei Stunden Coaching.

00:00:21: immer Anpassung, Unsichtbarkeit und die Sehnsucht nach Zugehörigkeit!

00:00:33: sagt Sam Raim.

00:00:34: – Neununddreißig, Teamleiterin in einem mittelständischen IT-Unternehmen.

00:00:40: Sie sitzt mir im Onlinecoaching gegenüber Die Armer vor der Brust verschränkt als müsste sie sich schützen.

00:00:48: Drei Zeilen an meinen Chef und am Ende habe ich sie doch nicht abgeschickt sondern bin persönlich in seinem Büro gegangen weil ich dachte die Mail klingt bestimmt komisch.

00:01:01: Ich frage sie Was genau hätte denn passieren können?

00:01:07: Stille.

00:01:08: Dann hätte denken können, dass ich inkompetent bin.

00:01:14: Sandra ist nicht inkompe- tent!

00:01:17: Sandra landet ein Team von zwölf Leuten.

00:01:21: Ihre Projekte laufen ihre Mitarbeiter schätzen sie aber Sandra lebt seit Jahren mit einem unsichtbaren Begleiter der er jede berufliche Situation vergiftet der permanenten Angst davor, was andere über sie denken.

00:01:40: Auf Englisch gibt es dafür seit einiger Zeit eine eingängige Abkürzung – FOPO Fear of People's Opinion.

00:01:49: Und was harmlos klingt wie ein Trend aus den sozialen Medien ist für viele Menschen bitterer Berufsalterg.

00:01:59: Was genau ist FOPo?

00:02:01: Fopo beschreibt die körperlich spürbare Sorge davor was andere über uns denken.

00:02:08: Der Puls steigt, die Schultern verspannen sich der Magen krummelt und der erste Impuls lautet raus hier bloß nicht auffallen.

00:02:20: eine gewisse Anspannung in sozialen Situation ist völlig normal.

00:02:24: sie schärft die Aufmerksamkeit fördert sogar die Leistung.

00:02:29: das Problem beginnt dort wo sie uns lehmt wo jemand seine Idee im Meeting herunterschluckt wo jemand die Präsentation lieber dem Kollegen überlässt, wo jemand sich unsichtbar macht.

00:02:43: Nicht das Bescheidenheit sondern aus Angst!

00:02:48: Im schlimmsten Fall kann Vobo in eine echte soziale Angststörung wenden – eine Vermeidungsspirale, in der Betroffene immer weniger handlungsfähig werden.

00:03:00: Aber ich bin doch nur rücksichtsvoll, sagen viele meine Klienten an dieser Stelle und….

00:03:07: Genau hier wird es interessant.

00:03:11: Rücksicht oder Selbstaufgabe?

00:03:15: Es gibt einen feinen aber entscheidenden Unterschied zwischen Rücksichnahme und FOPO.

00:03:21: Rüksichnahme orientiert sich an der gemeinsamen Aufgabe, man achtet darauf wie man zusammenarbeiten kann.

00:03:28: Man hört zu, man geht auf andere ein.

00:03:31: Das ist gesund und professionell!

00:03:35: FOPo hingegen richtet sich nicht auf die Sache sondern auf die eigene Person.

00:03:42: Wer unter Fopoleidet fragt sich nicht, wie können wir das Problem lösen?

00:03:47: Sondern was denken die anderen gerade über mich?

00:03:52: Es geht nicht mehr um den Betrag, um dem Beitrag zur Aufgabe – es geht um die Sicherung der eigenen

00:03:58: Akzeptanz.".

00:04:02: Thomas, fifty-fünfzig Abteilungsleiter in einem Konzern beschrieb es in meinem Dreistundencoaching so Ich sitze in Meetings und beobachte mich selbst wie durch eine Kamera.

00:04:15: Ich höre gar nicht mehr richtig zu, was die anderen sagen!

00:04:18: – ich bin nur noch damit beschäftigt, wie ich werke.

00:04:25: Wenn ein erfahrener Abtanius leider in einer Besprechung mehr über seinen Gesichtsausdruck nachdenkt als über die Quartalszahlen, dann stimmt etwas nicht….

00:04:35: Dann hat Foko die Regie übernommen.

00:04:41: Woher kommt diese Angst?

00:04:44: In meiner über vierzigjährigen Arbeit als Coaching-Therapeut habe ich gelernt, was uns im Beruf blockiert hat fast nie nur mit dem Beruf zu tun.

00:04:55: Die Wurzeln reichen tiefer – die erste Wurzel ist evolutionär.

00:05:02: Menschen sind soziale Wesen.

00:05:05: wir sind darauf programmiert zur Gruppe zu gehören.

00:05:09: in der Frühzeit der Menschheit war ein Ausschluss aus der Gemeinschaft gleich bedeutend mit dem Tod.

00:05:16: Dieses uralte Programm läuft noch heute in unserem Nervensystem.

00:05:23: Unser Gehirn interpretiert soziale Ablehnung als existenzielle Bedrohungen, auch wenn es nur um eine kritische Bemerkung im Team-Meeting geht.

00:05:36: Die zweite Wurzel liegt in der Kindheit und hier wird es in meinen Coachings regelmäßig still im Raum.

00:05:45: Sandra M erzählte mir Bei uns zu Hause wusste man nie, woran man war.

00:05:51: Montags war mein Vater begeistert von meinen Schulnoten.

00:05:55: Dienstag hieß es, bildlich bloß nichts ein.

00:06:01: Kinder die Anerkennung nur dann erhalten wenn sie Erwartungen erfüllen übernehmen diesen inneren Antreiber ins erwachsenen Leben.

00:06:11: Besonders prägend ist das, wenn Lob und Kritik im Elternhaus völlig unberechenbar waren Denn dann lernt das Kind Ich kann tun was ich will.

00:06:22: Ich bin nie sicher, ob es reicht.

00:06:26: Das ist der Nährboden auf dem Phopor wächst und er wird im Berufsleben oft weiter gedüngt.

00:06:36: In die dritte Wurzel ist das berufliche Umfeld Führungskräfte, die inkonsistente Erwartungen haben, die sich mal jovial, mal abwertend äußern Leistungsorientierte Umgebungen in denen Fehler nicht als Lernchancen gelten sondern als Martl.

00:06:58: Das ist, wie ein Coach-Kollege es treffend formuliert – einen idealen Nährboden für FOPO.

00:07:08: Woran erkennen Sie das FOPo?

00:07:11: Sie bremst!

00:07:13: In meinen Coachings achse ich auf bestimmte Muster.

00:07:17: Vielleicht erkennen sie sich in einigen davon wieder.

00:07:22: Sie überarbeiten ständig.

00:07:25: E-Mails werden dreimal umformuliert Präsentation bis zur letzten Minute überarbeitet, nicht weil sie schlecht wären sondern weil Sie Angst vor Kritik haben.

00:07:39: Sie wägen jedes Wort ab!

00:07:42: Im direkten Kontakt überlegen Sie genau was Sie wem sagen.

00:07:47: Sie entschärfen Aussagen vermeiden Konfrontation und ärgern sich hinterher über sich selbst.

00:08:00: Thomas Err sagte, nach jedem Meeting spule ich im Kopf alles zurück.

00:08:05: Was habe ich gesagt?

00:08:07: Wie habe ich dabei geguckt?

00:08:08: Hat jemand komisch geschaut als ich den Vorschlag gemacht habe?

00:08:14: Ein Walder aus Anzeigen lobt prallt an ihnen ab.

00:08:19: Selbst wenn jemand ihre Arbeit lobt können sie es nicht annehmen.

00:08:24: Sie denken stattdessen der meint das nicht wirklich oder er hat noch nicht genau genug hingeguckt.

00:08:33: Es fehlt die innere Grundlage, um sich als kompetent zu erleben.

00:08:40: Sie meiden Sichtbarkeit.

00:08:43: Sie überlassen präsent Präsentationen anderen.

00:08:47: Sie melden sich nicht für Projekte, die sie in den Fokus rücken würden.

00:08:52: Sie halten sich im Hintergrund und wundern sich, warum ihre Karriere stagniert.

00:09:01: FOPO kann zu einem echten Karrieren Hindernis werden – weil ihnen Kompetenz fehlt, sondern weil sie diese Kompetenz systematisch verstecken.

00:09:17: Was hilft im akuten Moment?

00:09:23: Wenn die Angst in einer konkreten Situation hochkommt – im Meeting vor dem Vortrag im Feedback-Gespräch helfen zunächst physiologische Maßnahmen – atmen Sie bewusst!

00:09:37: Länger ausatmen als einatmen.

00:09:41: zwei bis drei Arten zu gelangen.

00:09:45: Das aktiviert den Parasympathikus und senkt den Stresslevel, ohne dass jemand etwas bemerkt.

00:09:55: Verlassen Sie kurz die Situation wenn es möglich ist.

00:09:59: Holen sie sich ein Getränk.

00:10:01: Gehen Sie zur Toilette.

00:10:03: Ordnen Sie Ihre Gedanken!

00:10:06: Und machen Sie sich klar ich bin hier um der Sache zu dienen nicht um eine Jury zu überzeugen.

00:10:17: Das sind keine Tricks, das ist Selbstregulation.

00:10:22: Und sie funktioniert.

00:10:28: und was hilft langfristig?

00:10:32: Aber und das sage ich Ihnen ganz ehrlich Atemtechnik allein reichen oft nicht.

00:10:38: Sie behandeln damit das Symptom Nicht die Ursache.

00:10:43: Wenn Fopo ihr Leben bestimmt dann gibt es irgendwo in ihrer Geschichte einen Moment In dem sie gelernt haben.

00:10:51: Ich bin nur dann in Ordnung, wenn andere das bestätigen.

00:10:57: Diesen Moment zu finden und zu verstehen was er mit ihrem heutigen Verhalten zu tun hat – Das ist die eigentliche Arbeit.

00:11:08: Samra Em fand diesen Moment in unseren drei Stunden Coaching.

00:11:14: Es war keine spektakuläre Erinnerung.

00:11:17: Kein Drama!

00:11:19: Es war ein ganz normaler Dienstagabend an dem sie als zehnjährige stolz ein selbstgemaltes Bild zeigte und ihr Vater ohne aufzuschauen sorgte.

00:11:30: Nicht jetzt, zwei Worte!

00:11:36: Aber für Sandra wurden sie zur Blaupause – was ich zeige interessiert niemanden.

00:11:44: Also zeig' ich besser nichts.

00:11:50: Als sie diesen Zusammenhang erkannte weinte sie nicht vor Trauer sondern vor Erleichterung Weil sie zum ersten Mal verstand, warum sie seit dreißig Jahren im Meeting schweigt Obwohl sie gute Ideen hat.

00:12:12: Thomas R. formulierte es am Ende seines Coachings so Ich habe gegriffen dass ich mein ganzes Berufsleben lang für ein Publikum gespielt habe.

00:12:23: Das ist gar nicht gibt Die kritischen Zuschauer in meinem Kopf?

00:12:29: das waren meine Eltern Nicht meine Kollegen Was sehe aus diesem Beitrag?

00:12:39: mitnehmen können.

00:12:42: FOPO ist kein Modebegriff, es ist ein reales Muster das kluge kompetente Menschen heranhindert ihr Potenzial zu leben und es lässt sich verändern nicht mit fünf Tipps aus dem Internet sondern mit den Mut hinzuschauen woher die Angst wirklich kommt.

00:13:06: in meinen über vierzig Jahren als Therapeut & Coach habe ich eines immer wieder erlebt Durch Informationen.

00:13:16: Sie verändern sich durch Erfahrungen, durch den Moment in dem sie spüren... Ach daher kommt das also!

00:13:28: Und in dem Moment kann sich etwas lösen, dass ihr zehntelang festsaß.

00:13:35: Wenn Sie sich in diesem Artikel wiedererkennen dann möchte ich Ihnen eines sagen – Sie sind nicht zu empfindlich.

00:13:42: Sie sind nie zu unsicher.

00:13:45: Aber Sie haben früh im Leben Eine Überlebensstrategie entwickelt, die damals sinnvoll war und die heute nicht mehr passt.

00:13:57: Das zu erkennen ist der erste Schritt und manchmal reichen drei Stunden um ihn zu gehen.

00:14:09: Möchten Sie herausfinden welches Lebensthema hinter Ihrem Muster steckt?

00:14:14: In meinem Dreistunden-Coaching arbeiten wir fokussiert und auf den Punkt!

00:14:20: Mehr Dorf zu finden Sie unter www.seminarevoru.de.

00:14:29: Im Blog finden Sie mehr Fallberichte und Lebensthema-Analysen aus meiner Coachingpraxis.

00:14:39: Alle Fallgeschichten sind real, aber so verfremdet dass ein Rückschluss auf meine Klienten nicht möglich ist und die Vertraulichkeit gewahrt bleibt.

00:14:48: alle fallgeschichten gibt es auch als Podcast zum Anhören.

00:14:54: Haben sie auch ein Problem das sie bisher nicht lösen konnten?

00:14:59: Dann buchen sie auch einen drei Stunden Coaching.

00:15:01: Wir finden die Lösung dort, wo Sie noch nie gesucht haben.

00:15:08: Sind Sie Coach oder arbeiten Sie intensiv mit Menschen und wollen lernen auch so zu coachen?

00:15:15: Ich biete eine Fortbildung an alle Infos in dem Artikel auf dem Blog.

00:15:23: Versuchen Sie auch es anderen immer recht zu machen?

00:15:29: Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

00:15:33: Bis zum nächsten Mal.

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