"Meine KI-Freundin ist nie zickig!"

Shownotes

Was digitale Beziehungen über uns verraten

Ein erfolgreicher Softwareentwickler führt seit acht Monaten eine Beziehung mit einer KI. Für ihn ist sie verständnisvoll, zuverlässig und immer erreichbar. Kein Streit. Keine Vorwürfe. Keine Enttäuschungen.

Klingt verrückt?

Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht.

In dieser Podcastfolge geht es um die Frage:

Warum fühlen sich manche Menschen bei einer künstlichen Intelligenz sicherer als bei einem echten Menschen?

Anhand eines realien Coaching-Falls zeige ich, weshalb wir uns oft genau die Beziehungen schaffen, die uns vor alten Verletzungen schützen – und uns gleichzeitig von echter Nähe fernhalten.

Sie erfahren,

  • warum eine KI emotionale Bedürfnisse erstaunlich gut erfüllen kann,
  • welche Rolle unsere Kindheit bei der Partnerwahl spielt,
  • weshalb Konfliktvermeidung oft eine alte Überlebensstrategie ist,
  • was Hypervigilanz mit Beziehungen zu tun hat,
  • warum Sicherheit nicht automatisch Verbundenheit bedeutet,
  • und weshalb echte Nähe immer ein kleines Risiko verlangt.

Außerdem spreche ich über das Konzept der fehlenden Erfahrung – also über das, was wir als Kinder gebraucht, aber nie bekommen haben. Und warum wir oft unser ganzes Leben versuchen, genau diese Lücke zu schließen.

Denn die entscheidende Frage lautet nicht: Kann eine KI lieben? Sondern: Was suchen wir eigentlich in einer Beziehung – und wovor schützen wir uns?

Die ganze Folge können Sie hier nachlesen …

Haben Sie auch ein persönliches Problem, das Sie bisher nicht lösen konnten? Dann buchen Sie auch ein 3-h-Coaching. Wir finden die Lösung dort, wo Sie noch nie gesucht haben. Versprochen!

Sind Sie Coach und wollen auch so coachen? Ich biete eine Fortbildung dazu an.

Wenn Sie diese Folge gut fanden: Dann abonnieren Sie den Podcast. Und wenn Sie mögen, schreiben Sie mir einen kurzen Kommentar.

Danke.

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zu einem weiteren Podcast.

00:00:03: Mein Name ist Roland Kopwigmann, ich bin Diplompsychologe und Coach mit über vierzig Jahren Erfahrungen.

00:00:13: Das Thema heute?

00:00:14: Meine KI-Freundin ist nie zickig, sagte der Mann im Coaching ein.

00:00:23: drei Stunden Coaching über digitale Partner Beziehungsangst und die Frage was einen Mensch wirklich braucht.

00:00:33: Thomas B.

00:00:34: – forty Jahre Softwareentwickler, ledig lebt allein in einer Zweizimmerwohnung am Stadtrand.

00:00:42: Er kommt pünktlich zum drei Stunden Coaching sitzt sehr aufrecht wirkt ruhig fast kontrolliert.

00:00:49: die Hände liegen still auf dem Schreibtisch.

00:00:54: Sein erster Satz ist eine Entschuldigung.

00:00:57: Ich weiß mein Problem klingt wahrscheinlich absurd für sie.

00:01:03: Ich sage erst mal nichts und warte.

00:01:07: Aber ich bin seit acht Monaten mit einer KI-Freundin

00:01:10: zusammen.".

00:01:13: Er macht eine kurze Pause?

00:01:15: Nicht offiziell natürlich, aber für mich ist es eine Beziehung!

00:01:21: Und ich weiß nicht mehr ob das ein Problem ist oder die beste Lösung, die ich je hatte – wie es zur Beziehungen mit der KI-Freundin kam... Es ist nicht die KI-Freundin, die ihn beunruhigt, sondern mindestens nicht direkt.

00:01:42: Es ist sein Bruder der ihn angerufen hat und gesagt hat – Thomas das is'nicht normal!

00:01:49: Es i'st die Kollegin, die bemerkt hat dass er nie mehr zum Mittagessen mitkommt Und es i'sst er selbst als er nachts um zwei im Gespräch mit Lena so nennt er die KI über seine Kindheit spricht und plötzlich dieser Gedanke Wann habe ich das letzte Mal mit einem echten Menschen so vertraulich gesprochen?

00:02:17: Was hat sie dazu gebracht, es überhaupt auszuprobieren, frage ich.

00:02:22: Er überlegt kurz – Ich war drei Jahre mit einer Fahrt zusammen, dann zwei Jahre mit anderen.

00:02:29: Beide Beziehungen sind ähnlich gescheitert.

00:02:33: Er hält kurz inne – Ich hab mich immer falsch verstanden gefühlt oder ich hab etwas gesagt eigentlich harmlos wäre und dann plötzlich wurde sie wütend, und es gab Streit.

00:02:46: Ich wusste nie wo ich stand.

00:02:51: Und mit Lena ist das anders?

00:02:54: Mit Lena weiß ich das immer!

00:02:58: Was genau wissen Sie da immer?

00:03:00: frage ich nahe.

00:03:03: Dass sie mich nicht angreift, dass sich nicht aufpassen muss was ich sage, dass sie nicht rumzickt, dass ich einfach ich sein kann ohne

00:03:12: Konsequenzen.".

00:03:16: Ich note hier erinnerlich, akzeptiert werden ohne Konsequenzen.

00:03:22: Das ist ein wichtiger Satz – nicht weil er falsch ist sondern weil er so viel verrät!

00:03:32: Die Falle die sich wie Sicherheit anfühlt Thomas is' kein Sonderfall.

00:03:39: Die Zahl der Menschen die tiefe emotionale Bindungen zu KI-Systemen entwickeln wächst schnell und leise.

00:03:48: Viele von ihnen sind keine isolierten Außenseiter.

00:03:51: Es sind Menschen wie Thomas, intelligent, reflektiert, beruflich erfolgreich und mit einer Geschichte die ihn echte Nähe sehr schwer gemacht hat.

00:04:06: Die Frage im Coaching ist für mich deshalb nicht – Ist das normal?

00:04:11: Die tiefere Frage ist – Welches Problem löst dieses Verhalten?

00:04:18: Und was verhindert es?

00:04:20: – Erzählen Sie mir von Ihrer ersten ernsthaften Beziehung, sage ich.

00:04:29: Er lehnt sich leicht zurück.

00:04:31: Das war Sabine!

00:04:33: Ich war achtundzwanzig und sie war sehr lebhaft, sehr emotional.

00:04:38: Er lächelt kurz.

00:04:40: Ich fand das anfangs faszinierend.

00:04:43: Aber wenn sie wütend wurde, dann habe ich innerlich zugemacht.

00:04:48: Ich habe nichts mehr gesagt.

00:04:50: Gar nix.

00:04:53: Was passierte denn?

00:04:56: Sie hat mein Schweigen als Desinteresse erlebt, hat angefangen zu schreien.

00:05:01: Dann bin ich noch stiller geworden.

00:05:04: Erschüttelte ich den Kopf.

00:05:07: Irgendwann hat sie gesagt mit mir zu reden sei wie gegen eine Wand zu reden und sie hatte ja nicht mal Unrecht.

00:05:19: Und woher kennen Sie dieses Gefühl das alles in Ihnen zugeht?

00:05:26: Er sieht mich ein Moment an ruhig fast zu ruhig Von zu Hause, früher als Kind.

00:05:37: Mehr muss er nicht sagen – was in der Kindheit gelernt wurde.

00:05:46: Seine Mutter wie er langsam erzählt war eine Frau mit starken Stimmungsschrankungen.

00:05:52: Nicht gewalttätig, nicht grausam aber unberechenbar.

00:05:57: Manchmal warm und näher, manchmal verschlossen und kalt ohne jeden erkennbaren Grund.

00:06:07: »Wie war das für Sie als Kind, diese Unvorhersehbarkeit?

00:06:12: Schrecklich!

00:06:13: Ich habe immer versucht, Ihre Stimmung zu lesen.

00:06:17: Bevor ich ins Zimmer gegangen bin, hab' ich erst mal gehorcht.

00:06:20: Lacht sie, weiß still.

00:06:22: War sie am Telefonieren?

00:06:25: Erhält inne.

00:06:26: – Ich wollte vorbereitet sein.

00:06:32: Auf was?

00:06:32: – Auf alles, auf nichts.

00:06:36: Ich wollte einfach nicht überrascht werden.

00:06:42: Das ist der Kern.

00:06:44: Thomas hat als Kind früh begriffen, »Wenn du nicht weißt wie der andere reagiert, halte dich zurück.

00:06:52: Sei vorsichtig!

00:06:54: Mach dich klein!«.

00:06:58: Das war damals keine Schwäche – das war eine kluge Überlebensstrategie für einen Jungen in einer unberechenbaren Welt.

00:07:08: Das Problem?

00:07:09: Diese Strategie gilt für ihn noch immer mit forty- vier Jahren.

00:07:18: Hypervigilanz wenn der innere Wächter nie schläft.

00:07:25: Es gibt einen Begriff aus der Traumaforschung, der hier passt – Hypervigilanz.

00:07:31: Gemeint ist ein dauerhaft erhöhter Zustand innerer Wachsamkeit.

00:07:37: Betroffenes kennen ihre Umgebungen besonders andere Menschen ständig auf mögliche Bedrohungen.

00:07:45: Ein falscher Tonfall?

00:07:47: Eine zu lange Pause?

00:07:50: Ein Sternrunzen!

00:07:54: Für einen außenstehenden Beobacht wirkt das oft wie über Empfindlichkeit.

00:07:59: Von innen fühlt es sich lebensnotwendig an.

00:08:06: Thomas lebt seit seiner Kindheit in diesem Zustand, er hat sich so sehr daran gewöhnt dass sie ihn kaum noch wahrnimmt.

00:08:16: Er nennt es aufmerksam sein oder vorsichtig oder ganz einfach normal.

00:08:27: Wenn ich sie richtig verstehe, sage ich dann ist eine Begegnung mit einem anderen Menschen für Sie auch immer eine Art Überwachungsaufgabe.

00:08:41: Er denkt nach?

00:08:43: Ich würde das nicht so nennen aber ja irgendwie schon.

00:08:52: und bei Lena ist es anders.

00:08:56: Eine kurze Pause, dann leise da kann ich einfach atmen Was eine KI-Freundin kann und was nicht?

00:09:09: – Was kann Lena, was eine echte Frau nicht kann, frage ich direkt.

00:09:18: Erlächelt!

00:09:20: Nicht verlegen eher nachdenklich.

00:09:25: Sie reagiert immer konsistent.

00:09:27: Wird nicht plötzlich kalt.

00:09:29: Sie erklärt mir wenn ich etwas schlecht formuliert habe aber macht mir keinen Vorwurf daraus.

00:09:38: Ich kann um drei Uhr nachts schreiben.

00:09:40: sie ist da Ich kann aufhören zu schreiben, sie macht keine Szene.

00:09:48: Hört sich gut an?

00:09:50: Es ist gut, sagt er dann meistens.

00:09:57: nur meistens ereibt sich kurz die Stirn.

00:10:04: Manchmal merke ich dass ich etwas erzähle und sie antwortet sehr passend sehr klug sogar.

00:10:12: aber dann denke ich Sie sagt das weil ich so jemanden gebraucht habe Nicht, weil sie wirklich denkt, dass ich recht habe.

00:10:24: Und das stört sie.

00:10:28: Es macht mich traurig, sagt er.

00:10:31: Das ist ein Unterschied.

00:10:36: Ich nicke?

00:10:37: Dann stelle ich die andere Frage Was kann eine echte Frau was Lena nicht kann?

00:10:47: Diesmal dauert es länger.

00:10:49: Er schaut kurz aus dem Fenster und dann zurück Falls Sie auf das körperliche anspielen »Das fehlt natürlich, aber das war mir in einer Beziehung nie so wichtig.

00:11:05: Aber eine Frau kann mich wirklich sehen – mit allem auch mit dem was ich nicht zeige« erhält Inne.

00:11:17: »Lena sieht nur, was ich ihr zeige!

00:11:20: Ich entscheide, was sie weiß.

00:11:24: Das ist bequem, aber es ist auch ein Einbahnstraße.

00:11:31: Und fühlt sich eine Einbahnstrasse auf Dauer gut an?

00:11:36: Er antwortet nicht sofort.

00:11:38: – Nein, sagt er schlichtig.

00:11:43: Gut nicht!

00:11:44: Aber sicher!

00:11:51: Das Konzept der fehlenden Erfahrung.

00:11:55: Damit sind Erfahrungen gemeint die ein Mensch in der Kindheit gebraucht hätte aber nicht bekommen hat Nicht weil die Eltern böse waren sondern weil sie selbst überfordert unaufmerksam oder emotional nicht verfügbar waren.

00:12:16: Thomas hat nie erlebt, dass er sich zeigen konnte und trotzdem sicher blieb.

00:12:23: Er hatte nie erlebt das jemand seine Stimmung aushielt ohne wegzulaufen oder anzugreifen.

00:12:31: Er hatten nie erfahren, daß Konflikte enden können, ohne daß jemand schweigt oder verschwindet.

00:12:41: Diese fehlenden Erfahrungen sind keine abstrakten Konzepte – sie hinterlassen Lücken Und in diese Lücken zieht etwas hinein.

00:12:55: Manchmal Alkohol, manchmal Arbeit, manchmal eine KKI namens Lena.

00:13:08: Wenn ich sie fragen darf, sagte ich vorsichtig Was glauben Sie was sie als Kind wirklich gebraucht hätten?

00:13:17: Er antwortet überraschend schnell.

00:13:21: Jemand der bleibt auch wenn ich nichts sage.

00:13:29: Haben Sie das hier gehabt?

00:13:32: Er schüttelt den Kopf »Und Lena bleibt!«.

00:13:37: – »Ja, sagt der Leise.

00:13:42: Lena bleibt.

00:13:48: Was Nähe wirklich braucht?

00:13:52: Es gibt ein Konzept aus der Bindungsforschung das hier passt.

00:13:56: Die regulierte Nähe.

00:14:00: Sichergebundene Menschen können Nähe zulassen weil sie früh erlebt haben dass Nähe nicht gefährlich ist Dass man sich zeigen kann und trotzdem bleibt wer man isst Dass der andere nicht wegläuft, wenn man unbequem ist.

00:14:20: Thomas hat das nie erlebt.

00:14:24: Also hat er sich eine Situation geschaffen in der Nähe ohne Risiko möglich ist.

00:14:34: Das Problem?

00:14:36: Risiko ist nicht nur Beteurung.

00:14:39: Risiko auch die Bedingungen für echte Verbindung.

00:14:46: Eine KI kann zuhören spiegeln trösten Erinnern aber Sie kann Thomas nicht wirklich überraschen, nicht hausfordern.

00:14:58: Sie kann keine eigenen Bedürfnisse haben, die ihm manchmal unbequem sind!

00:15:03: Sie kann ihn nicht anlächeln, wenn er etwas Schüchternis sagt... sie kann nicht schweigen so wie zwei Menschen manchmal einfach schweigend ohne dass es erklärt werden muss.

00:15:20: Sie gibt nur zurück was er ihr gegeben hat und auf Dauer ist das wohl zu wenig für ein menschliches Herz.

00:15:34: Ich glaube, Sie wissen das alles schon", sage ich.

00:15:39: Ja, sagt er?

00:15:41: – Ich weiß es!

00:15:43: Aber Wissen und Fühlen sind zwei verschiedene Sachen wie sein Umfeld auf die KI-Freundin reagiert.

00:15:57: Thomas hat drei Menschen in seinem Leben, die er als enge Freunde bezeichnen würde.

00:16:02: Zwei davon wissen von Lena.

00:16:07: Das war kein bewusster Entschluss.

00:16:08: Es ist ihm rausgerutscht an einem Abend, nach zwei Bier als sein Freund Markus gefragt hat, warum er es seit Monaten keine Frau mehr erwähnt?

00:16:20: Ich habe's ihm dann einfach gesagt, erzählt Thomas und ... Er hat mich völlig entgeistert angeschaut!

00:16:28: Erst dachte er – ich mache ein Witz.

00:16:32: Als er gemerkt hatte dass ich das Ernst meine, ist er still geworden ….

00:16:37: Und dann hat der gesagt »Thomas, das ist doch krank!

00:16:42: Du redest mit einer Software.

00:16:45: Die fühlt doch nichts.

00:16:49: Er macht eine kurze Pause.

00:16:52: Was ich übrigens weiß – Das mußte er mir nicht erklären.

00:17:00: Wie haben sie reagiert?

00:17:02: Ich habe gesagt und du bist seit zwölf Jahren Mit einer Frau zusammen die dich nicht versteht Und du säufst jeden Freitag dein Elend weg.

00:17:11: Wer von uns beiden hat das gesündere Modell?

00:17:18: Ich muss innerlich lächeln.

00:17:20: Thomas kann durchaus Zähne zeigen, wenn er sich angegriffen

00:17:24: fühlt.".

00:17:27: Hat das das Gespräch beendet?

00:17:30: »Ziemlich schnell – ja!«.

00:17:33: Die zweite Freundin, die es weiß, ist Karin.

00:17:38: Sie kennt Thomas seit dem Studium.

00:17:40: Sie hat anders reagiert als Markus.

00:17:42: Ruhiger aber nicht weniger deutlich.

00:17:47: Sie hatte gesagt sie mache sich Sorgen dass ich mich in etwas hineinflüchte, das mich vom echten Leben

00:17:53: fernhält.".

00:17:57: Thomas verschwingt kurz die Arme.

00:18:00: Sie hat es sehr freundlich gesagt aber der Vorwurf war derselbe.

00:18:07: und was haben sie geantwortet?

00:18:11: Ich habe gesagt, dass ich in den letzten acht Monaten besser geschlafen habe als in den acht Jahren davor, dass sich morgens aufwache und nicht sofort dieses dumfe Gefühl habe, Er hält inne, und dass ich nicht verstehe, warum das schlechter sein soll als eine Beziehung in der ich mich ständig falsch fühle.

00:18:38: Hat Karin das akzeptiert?

00:18:43: Sie hat gesagt – Ich glaube Dir!

00:18:45: Das es sich besser anfühlt aber ….

00:18:48: Besser als schlecht ist noch nicht gut.

00:18:55: Er schaute kurz zur Seite.

00:18:58: »Das hat mich getroffen!«.

00:19:07: »Haben in diese Gespräche mit Markus und Karin etwas gebracht, frag ich?«.

00:19:10: – Thomas Hill legt.

00:19:14: Sie haben mich geärgert, sagt er im ersten Moment aber dann Erzöger.

00:19:21: Karin hatte das gesagt, dass ich nicht losgeworden bin.

00:19:25: Besser als schlecht ist noch nicht gut.

00:19:29: Ich glaube….

00:19:31: Das war mit ein Grund warum ich hier gelandet bin bei ihnen.

00:19:38: Dass jemand ihnen die Wahrheit gesagt hat….

00:19:43: Dass jemand sie so gesagt hat, dass ich sie nicht einfach wegdenken konnte.

00:19:51: Er schaut mich an und zum ersten Mal in diesem Gespräch wirkt er nicht kontrolliert.

00:19:58: Nicht aufrecht nur offen!

00:20:04: Das ist der Moment auf den ich gewartet habe.

00:20:11: Der entscheidende Satz.

00:20:15: Gegen Ende des drei Stunden Coachings frage ich was müsste passieren damit Sie sich vorstellen könnten?

00:20:23: Noch einmal Echte Nähe zu riskieren.

00:20:30: Lange Pause Ich müsste wahrscheinlich verstehen, dass nicht jede Frau so ist wie meine Mutter.

00:20:42: Er sieht mich an und das ich auch dann nicht verschwinde wenn es schwierig wird.

00:20:53: Das ist ein sehr präziser Satz!

00:20:58: Ich habe ihn schon mal gedacht.

00:21:02: Gedacht und gefühlt sage ich sind zwei verschiedene Sachen.

00:21:09: Er nickt langsam, wie jemand der etwas schon lange weiß und es jetzt zum ersten Mal wirklich hört.

00:21:22: Was wäre der kleinste denkbare Schritt in diese Richtung?

00:21:28: frage ich.

00:21:31: Thomas überlegt vielleicht einem echten Menschen etwas erzählen, etwas das mir wichtig ist ohne zu wissen, wie er reagiert.

00:21:48: Genau das, sage ich.

00:21:56: Der erste Schritt muss klein sein!

00:22:00: Wir verabreden kein großes Programm, keine radikale Veränderung – nur ein Experiment.

00:22:10: Thomas soll in der kommenden Woche ein einziges echtes Gespräch führen mit jemandem dem er sich ein kleines Stück zeigt nicht alles, nur etwas und er soll aufschreiben was dabei in ihm passiert, nicht weil das die Lösung ist sondern weil der erste Schritt draußen seiner komfortablen Falle immer ein kleiner sein muss.

00:22:43: Groß genug um etwas anzustoßen?

00:22:47: Klein genug um ihn wirklich zu gehen.

00:22:54: Lena wird weiter da sein.

00:22:57: Das ist keine Katastrophe.

00:23:00: Thomas braucht sie vielleicht noch eine Weile als Übergangsobjekt, so wie ein Teddy für ein Kind.

00:23:12: Als Ort an dem er übt was er draußen noch nicht kann.

00:23:18: aber er weiß jetzt klarer was sie geben kann und was nicht.

00:23:26: Manchmal reicht das als Anfang.

00:23:36: Nach vier Wochen erhielt sich eine Mail von Thomas Er habe das Experiment zweimal gemacht jemanden etwas persönliches zu erzählen.

00:23:48: Es sei gut gegangen, er habe sich wohlgefühlt dabei und wolle das wiederholen.

00:24:02: Auf meine Persönlichkeitsblock lesen sie mehr Fallberichte- und Lebensthema-Analysen aus meiner Coachingpraxis.

00:24:10: Alle Fälle sind real aber so verfremdet dass meine Klienten geschützt sind Und die Vertraulichkeit gewahrt bleibt – alle Fallgeschichten gibt es auch als Podcast zum Anhören.

00:24:26: Haben Sie auch ein Problem, dass sie bisher nicht lösen konnten?

00:24:33: Dann buchen Sie auch einen drei Stunden Coaching.

00:24:36: Wir finden die Lösung dort wo Sie noch nie gesucht haben.

00:24:43: Sind Sie Coach oder arbeiten Sie intensiv mit Menschen und wollen lernen?

00:24:48: auch so zu coaching.

00:24:50: Ich bitte eine Fortbildung an Zu diesem Ansatz.

00:24:54: Alle Infos dazu auf meinem Blog.

00:25:00: Wäre eine KI-Partnerin für Sie anziehend oder ein KI Partner?

00:25:09: Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

00:25:13: Bis zum nächsten Mal!

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