"Das Abenteuer Persönlichkeit" von Roland Kopp-Wichmann

Einer der ältesten und erfolgreichsten Podcasts zum Thema "Persönlichkeit".

Warum hochbegabte Frauen oft tiefstapeln.

Warum hochbegabte Frauen oft tiefstapeln.

Hochbegabte Frauen lernen früh, dass sie durch ihre Begabung nicht anerkannt, sondern ausgegrenzt werden. Um der drohenden Isolation zu entgehen, lernen hochbegabte Frauen, ihr besonderes Talent, ihre umfassende Neugier und rasche Auffassungsgabe zu verstecken.

„Ich werde immer übersehen“, sagte die Frau im Coaching

Übersehene Geschwister sind auch als Erwachsene weniger sichtbar.
Wer in seiner Kindheit ein Geschwister hatte, das krank oder behindert war, trägt meist eine besondere Bürde. Dabei spielt es keine Rolle, welche Art von Krankheit oder Behinderung. Die Belastung durch die spezielle Familiensituation ist immer ähnlich.

"Meine Löffelliste schaffe ich nie!"; sagt die Frau im Coaching.

Wissen Sie, was eine Löffelliste ist?“, fragte mich die Frau als erstes als wir zum Spaziergang auf dem Philosophenweg aufbrachen. Das ist der erste Teil meines 3-h-Coachings.

„Na klar, das ist eine Liste von Dingen, die jemand vor seinem Tod noch erleben möchte, also bevor er den Löffel abgibt“, antwortete ich.

„Genau. Und das ist mein Problem“, fuhr die Frau fort. „Ich habe schon vor Jahren eine tolle Liste gemacht mit dreißig Sachen, die ich noch tun möchte, aber mir rennt die Zeit davon. Meine Löffelliste schaffe ich nie!“

Neben mir ging Astrid K., Prokuristin in einem mittelständischen Betrieb. Keine Kinder, Single aus Überzeugung. Ich überlegte, was sie wohl damit meinte, dass sie ihre Liste nicht erledigen konnte.

"Ich bin immer das Opfer", sagte der Klient im Coaching.

Love it. Change it. Or leave it.

Wenn man etwas ändern will, gibt es ja nur diese drei Möglichkeiten.
Also, versuchen, die Dinge zu ändern oder die Situation zu verlassen - oder eben zu akzeptieren.

Wer mit den ersten beiden Optionen keinen Erfolg hat, kann immer noch die schwierige oder unerträgliche Situation akzeptieren.
Wer das nicht kann oder will, landet automatisch in der Opferrolle.
Das fühlt sich immer schlecht an, keine Frage. Aber es hält auch Erleichterungen bereit.