"Das Abenteuer Persönlichkeit" von Roland Kopp-Wichmann

Einer der ältesten und erfolgreichsten Podcasts zum Thema "Persönlichkeit".

11. April 2019 Wie findet man die passende Coaching-Fortbildung?

Wie findet man die passende Coaching-Fortbildung?

Immer mehr Menschen interessieren sich für eine Coaching-Fortbildung. Entweder, weil sie schon als Coach arbeiten und eine Zusatzqualifikation suchen. Oder weil sie zusätzlich zu ihrem Hauptberuf coachend tätig werden möchten.

Doch wie findet man die passende Fortbildung?

Wenn die Schwiegermutter die Ehe zu zerstören droht, muss Mann handeln.

„Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Ich weiß auch nicht, ob ich bei Ihnen überhaupt richtig bin. Meine Frau hat mich geschickt. Sie meinte, ich müsse mich entscheiden. Sonst würde sie sich bald trennen.“

So begann eine interessante Coaching-Sitzung.
Lesen Sie hier, wie es weiterging ...

„Mir fehle das Konkurrenz-Gen, sagt mein Chef.“

Der Klient wurde von seinem Chef geschickt. Als Verkaufsleiter zeige er nicht den nötigen Biß und Durchsetzungswillen.

Doch was tun mit einem Klienten, der Konkurrenz vehement ablehnt und in allen Bereichen des Lebens Kooperation favorisiert?

Als Coach suche ich dann immer nach einem inneren unbewussten Konflikt, der den Klienten blockiert.

Wie das gehen kann hören Sie hier in diesem Podcast.

„Ich kann meiner Mutter nicht verzeihen und soll sie jetzt pflegen?“ sagte die Frau im Coaching.

„Sie sind meine letzte Rettung!“ stöhnte die Frau und ließ sich in den Sessel fallen.„Na, eher die vorletzte,“ antwortete ich.„Wieso vorletzte?“„Weil die letzte Rettung der Tod ist. Er löst alle Probleme.“„Interessant, dass Sie das sagen“, meinte die Klientin. „In der letzten Zeit habe ich oft daran gedacht, dass wenn ich tot wäre, das ganze Drama vorbei wäre.“Andere Coaches lassen in der ersten Sitzung einen Fragebogen ausfüllen oder erheben die persönlichen Daten. Ich beginne meine 3-h-Coachings dagegen oft mit einer schnellen Reaktion auf das, was mir der Klient als Erstes präsentiert. Das kann eine Bemerkung von ihm sein, oder ein Verhalten oder ein Gesichtsausdruck. Dann ist man viel schneller beim Thema und der Klient erlebt, dass es im Coaching vor allem um Persönliches geht. Nicht primär um Fakten und Geschichten, sondern um Gefühle und Erlebtes.„An welchem Drama wirken Sie denn mit?“ wollte ich wissen.

„Was mache ich mit den ganzen Idioten in meiner Firma?“ fragte der Klient im Coaching.

Narzissten erkenne ich meist sofort, in den ersten paar Minuten. An ihrer Mimik, der Körpersprache und ihrem Verhalten.

Bei einem 3-h-Coaching betreten sie als Narzisst nicht meinen Praxisraum, sie besetzen ihn.

- Mit raumgreifenden Schritten steuern sie auf den Sessel zu und lassen sich breitbeinig darin fallen.
- Oder Sie verrücken gleich mal den Sessel ohne zu fragen, so dass sie mir genau gegenübersitzen.
- Dann schauen sie mich nicht an, sie mustern mich. Sie wollen wissen, woran sie mit mir sind.
- Und stellen oft eine Frage nach meiner Kompetenz: „Haben Sie eigentlich Erfahrung mit Vorständen/top-down-issues/Konflikteskalationen …

Wie wird man ein erfolgreicher Coach?

Der Coaching-Markt wächst. Dieser Trend ist sowohl in Deutschland als auch weltweit festzustellen. Die Wachstumsraten liegen im zweistelligen Bereich.

Schätzungen gehen von 8.000 bis 10.000 seriösen Anbietern in Deutschland aus. Mit steigender Tendenz. Da der Titel „Coach“ nicht geschützt ist, kann sich jeder so nennen. Das heißt, zu den genannten Zahlen kommen noch die „unseriösen“ Anbieter dazu.

Wie soll man da ein erfolgreicher Coach werden?

Die Marie Kondo Methode.

Seit die zierliche Japanerin Marie Kondo 2011 ihr erstes Buch Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert veröffentlicht hat, kennen Menschen in aller Welt ihre „KonMari“-Methode.

Da ich manchmal ein Näschen für Trends habe, schrieb ich schon damals einen Blogartikel über diese neue Form des Aufräumens. Hier können Sie ihn lesen …

Mehr als sieben Millionen Exemplare ihrer inzwischen drei Bücher wurden in 38 Sprachen übersetzt. Seit Anfang des Jahres, marketingmäßig ideal zum Zeitpunkt der Neujahrsvorsätzen, hat die umtriebige Japanerin ihre eigene Marie-Kondo-Show bei Netflix. Und die Serie ist ein Riesenerfolg. Die Leute lieben Aufräumen mit Marie Kondo.

Hier die Marie Kondo Methode in Kurzform:
- Alle Gegenstände in Haus oder Wohnung werden nach Kategorien bearbeitet und nicht nach Zimmern.
- Also alle Hosen, alle Hemden, die gesamte Unterwäsche usw.
- Man beginnt mit Kleidung, denn dort gibt es am meisten auszusortieren.
- Dann kommen Bücher, Papiere, die Komono (Küche, Bad, Garage, Diverses)
- Und am Ende Gegenstände, die stark mit Gefühlen und Erinnerungen behaftet sind. Das ist naturgemäß am schwersten.
- Alle Sachen sollen in einem großen Haufen liegen, bevor man sie aussortiert. Nur so bekommen Sie einen – manchmal einen erschreckten – Eindruck, wie viel Zeug Sie tatsächlich besitzen.

Und jetzt kommt der Clou: Aussortiert wird nicht nicht nach Nützlichkeit, Brauchbarkeit oder ursprünglichem Anschaffungswert – sondern nur nach „spark joy“. Dazu soll man jeden Gegenstand in die Hand nehmen und spüren, ob er Freude auslöst.

Seit sieben Jahren halte ich meine Sachen mit dieser Methode in Ordnung. Trotzdem gibt es elf Punkte, wo ich finde, dass Marie Kondo nicht Recht hat ...

Hören Sie mehr dazu auf diesem Podcast.

Diesen Beitrag können Sie auf meinem Persönlichkeits-Blog nachlesen.

Zufall oder Vorsehung? Synchronizität oder Schicksal?

Jeder hat wohl schon mal Dinge erlebt, die er als Zufall einordnet, also als unwahrscheinliche, glückliche Umstände, die er nicht willentlich hätte herstellen können. Ich auch.

Irgendwann in unserem Leben haben wir alle Synchronizitäten erlebt – Zufälle, bei denen sehr unwahrscheinliche Ereignisse auftreten. Sind solche Zufälle nur Zufälle oder ist da mehr am Werk? Was bedeuten Zufälle? Ist Zufall nur ein Mangel an Information?

Um solche bemerkenswerten Ereignisse zu erklären, prägte der Schweizer Psychologe C. G. Jung den Begriff „Synchronizität“ und definierte ihn so ...

Hören Sie mehr dazu auf diesem Podcast.

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„Mein Job ist sinnlos aber gut bezahlt“, sagte der Kreativdirektor im Coaching.

Sinnfragen tauchen in meinen Coachings immer wieder auf. Solche Fragen entstehen bei Menschen, die es geschafft haben. Also eine Karrierestufe erreicht, die ein auskömmliches Einkommen sichert. Die eine Partnerschaft oder eine Familie haben, wo die Kinder aus dem Gröbsten raus sind und Zeit ist, durchzuatmen – und Bilanz zu ziehen.

Alles okay soweit. Und wie geht’s jetzt weiter?

Wie es weitergehen kann und was einen dabei antreibt, erklärt gut die Bedürfnispyramide von Maslow.

Wenn der Job fesselnd und herausfordernd genug ist, ist alles gut. Sinnfragen entstehen, wenn sich jemand am Ende eines langen Arbeitstages fragt: „Was habe ich heute eigentlich gemacht?“ .

Und darauf keine befriedigende Antwort findet. So wie mein Klient im 3-h-Coaching.